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Die Paratuberkulose stellt gegenwärtig eine der größten Herausforderungen für die Milchwirtschaft in Thüringen dar. Neben der Einhaltung von strikten Managementmaßnahmen im Abkalbe- und Jungtierbereich spielt die Erkennung und Entfernung von infizierten Tieren aus dem Bestand eine entscheidende Rolle für eine effektive Bekämpfung. Die Ermittlung der infizierten Tiere, welche die Erkrankung im Bestand aufrechterhalten, ist aufgrund der Besonderheiten dieser Infektionskrankheit (sehr hohe Widerstandfähigkeit des Erregers, mehrjähriger Zeitraum zwischen Aufnahme des Erregers bis zum Ausbruch der Erkrankung, wechselnde Antigen- und Antikörpertiter, unregelmäßige Ausscheidung des Erregers) sehr schwierig.

Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Erfahrungen der letzten Jahre empfiehlt es sich, zur Ermittlung von infizierten Tieren primär Kotproben zu untersuchen. Anzustreben ist es, von jeder Kuh des Bestandes einmal jährlich eine Kotprobe einzusenden.
Grundsätzlich gilt, dass die Paratuberkulose nur dann erfolgreich bekämpft werden kann, wenn alle Beteiligten - Landwirte, Tierärzte und Labor - gut zusammenarbeiten.
Weiterhin werden vom Team des Paratuberkuloselabors die CAE-Untersuchungen der Ziegen und die Maedi-Visna bei den Schafen durchgeführt.
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